20.12.2017
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Hoffnung für Hepatitis C-Patienten: Zulassung Sommer 2017: pangenotypisch wirksame Präparate wie Vosevi als auch Maviret

Über 170 Millionen Menschen sind weltweit an Hepatitis C erkrankt, 350 000 sterben jedes Jahr an den Folgen (Leberzirrhose und Leberzellkarzinom) der Infektion mit dem Hepatitis C Virus. So lauten die erschreckenden Zahlen der WHO. Einen Überblick aktueller Zahlen und zur Situation in Deutschland bietet die  Homepage des Robert-Koch-Institutes.

Doch es gibt weitere Hoffnung für die Infizierten: 

Hochwirksame antivirale Mittel gegen Hepatitis C waren in den beiden vergangenen Jahren ein medizinischer Durchbruch, der für Furore gesorgt hat. Nach jahrzehntelanger Forschung haben Wissenschaftler und Pharmaunternehmen erfolgreich hocheffektive Therapieregime gegen die chronische Krankheit entwickelt. Darunter auch sogenannte Interferon-freie Therapien. Wirksamkeitsstudien liegen bei über 90 Prozent, auf das bisherige Interferon kann dabei überwiegend verzichtet werden.

Die neuen Mittel gehören zur Gruppe direkt wirkender antiviraler Medikamente. Sie sind in der Lage, bestimmte Enzyme des Virus zu blockieren und so seine weitere Vermehrung zu unterbinden. Ein weiterer Meilenstein in der Hepatitis C Therapie war die Zulassung im Sommer 2016  eines weiteren pangenotypischen Wirkstoffs Velpatasvir neben dem bereits bekannten Sofosbuvir.

Hier ist insbesondere noch auf die erweiterte Therapieindikation für Co-Infizierte Hepatitis C-Patienten mit z.B. HIV oder Hepatitis B sowie Suchtpatienten unter stabiler Substitution hinzuweisen, da Sie die Hauptrisikogruppe für einen raschen Leberumbau zur Fibrose aber auch die Gruppe mit den häufigsten Neuinfektionsraten darstellt.

Haben Sie noch Fragen? Dann lassen Sie sich einem Besprechungstermin geben oder machen einen Lebercheck zum Ausschluss einer viralen Leberentzündung.